PROJEKTE

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Die ehemalige Abtei zu Essen Werden und heutiger Sitz der Folkwang Hochschule besitzt eine jahrhun-dertelange Geschichte. Zu einem der zahlreichen Bauvorhaben auf ihrem Gelände zählte die Errich-tung der neuen Folkwangbibliothek.

Bei bauvorgreifenden Ausgrabungen in den Jahren 2010/2011 konnte neben zahlreichen Baubefunden aus der Geschichte der Abtei auch ein Abschnitt eines frühmittelalterlichen Teiches mit Erhaltung reicher organischer Funde untersucht werden.

Die Ergebnisse der Ausgrabung wurden in Vorträ-gen der Bevölkerung und Fachkollegen vorgestellt. Neben kleineren Beiträgen in wissenschaftlichen Fachorganen erfolgt eine Publikation zur Archäo-logie und Geschichte der Abtei in Buchform in den Rheinischen Ausgrabungen.

 

Auftraggeber: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Ausführende Grabungsfirma: Firma Archbau GmbH

Betreuung: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Fotograf: B. Song/Ruhr-Universität Bochum

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Im Zweistromland befinden sich zahlreiche Sied-lungshügel. Einer von ihnen ist Tell Sha´er im Nord-osten Syriens, 8km südlich des Taurusgebirges in einer Ebene mit fruchtbaren Böden und reichen Regenfällen.

Von 2006 bis 2011 fanden dort archäologische Aus-grabungen statt. Zuerst wurde ein Suchschnitt auf der östlichen Seite des Hügels angelegt und von oben nach unten in Schichten abgetragen, um die Stratigrafie des Hügels zu beobachten. Während der Ausgrabung wurden Funde wie Keramik, Kno-chen und Bronze geborgen. Die Funde datieren die älteste Phase der Siedlung in das 6. Jahrtausend v. Chr., die Zeit der sogenannten Hassuna-Kultur. Darauf folgen zahlreiche jüngere vorgeschichtliche, byzantinische und islamische Epochen.

 

Initiator: Syrian Arabic Republic – Ministry of Culture, Directorate – General of Antiquities & Museums

Fotograf: Suleiman Elias

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Archäologische Ausgrabungen fördern Fundmate-rial zu Tage, welches es zu archivieren und auszu-werten gilt. Keramische Hinterlassenschaften sind besonders zahlreich und können helfen, aufge-deckte Strukturen zu datieren. Jede Ausgrabung erfordert eine erste Aufbereitung und Ansprache der Fundstücke, umfassendere Auswertungen er-folgen in der Regel im Rahmen von universitären Abschlussarbeiten oder Forschungs- bzw. Ausstel-lungsprojekten.

Bereits 1993 die Vorlage der Siedlungsfunde der keltischen Salzmetropole des Dürrnbergs bei Hallein/Österreich. Dabei konnte u.a. erstmals eine sechs Jahrhunderte überspannende eisenzeitliche Keramiktypologie einschließlich der Entwicklung keltischer Graphittonkeramik lückenlos belegt und die Siedlungsabfolge des Fundplatzes kartiert

werden.

 

Betreuung: Keltenmuseum Hallein und Forschungszentrum Dürrnberg, Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum und Institut für Ur- und Frühgeschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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Zur Erstellung der Baugrube für das neue jüdische Gemeindezentrum im Herzen Münchens am St. Jakobs-Platz erfolgten in den Jahren 2002/2003 um-fangreiche archäologische Ausgrabungen.

Die Geschichte der Stadt wurde durch drei Archäo-  logenteams sowie einem Team von Bauhistorikern mit logistischer Unterstützung durch eine Baufirma aufgedeckt und dokumentiert. Die Baustellenlei-tung lag in Händen von der archäologischen Pro-jektleitung.

Im Anschluss an die Grabungen wurde eine Sonder-ausstellung konzipiert, die über mehrere Jahre vor Ort im Münchner Stadtmuseum präsentiert wurde. Daneben erfolgte die Vorlage der Grabungsergeb-nisse in einem Begleitheft zur Ausstellung sowie einem Vorbericht und diverser Spezialbeiträge in wissenschaftlichen Fachorganen.

 

Auftraggeber: Kommunalreferat der Stadt München

Ausführende Grabungsfirma: Firma Archbau GmbH

Baudokumentation: Arbeitsgruppe Bauforschung Paul-Poost-Winkler

Baufirma: Gebrüder Huber Bodenrecycling GmbH

Betreuung: BLfD-Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege; Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Ausstellung: Münchner Stadtmuseum

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Mit der Erfindung der Fotografie in der ersten Hälfte des 19. Jh. wurde ein neues Medium der Do-kumentation geschaffen. Damit konnte erstmals ein naturgetreuer Zustand von Objekten, Landschaften etc. festgehalten und beliebig reproduziert werden.

Für die jüngere Geschichte sind historische Auf-nahmen eine wertvolle Quelle z.B. für die Rekon-struktion vergangener Bau- und Landschaftszu-stände. Darum ist es einerseits wichtig, die Bilder für die Forschung zu archivieren und abrufbar zu machen und andererseits, diese im Rahmen archä-ologisch-historischer Gutachten auszuwerten.

So erfolgt seit 2004 eine private und seit 2015 auch in Kooperation mit der Universität München durch-geführte Auswertung und Publikation historischer Fotodokumente von Ägypten.

 

Kooperation: Institut für Ägyptologie und Koptologie  der Universität München

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Um denkmalverträgliches Planen und Bauen zu er-möglichen und den Aufwand für den Schutz oder die Beseitigung im Boden vorhandener Denkmäler besser kalkulierbar machen zu können, werden im Vorfeld archäologisch-historische Gutachten erfor-derlich. Zu diesem Zweck werden die zu bebauen-den Flächen mit bereits bekannten Denkmalarealen und allen in Archiven greifbaren Dokumenten abge-glichen. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei historischen Kartenwerken, mit denen eine Plan-überlagerung erfolgt.

So wurden im Jahr 2008 für die großen Baumaß-nahmen in der Düsseldorfer Altstadt beim There-sienhospital und dem ehemaligen Amts- und Land-gericht (heute Andreasquartier) Gutachten erstellt, auf deren Basis eine Sachverhaltsermittlung erfol-gen konnte.

 

Auftraggeber: yoo Deutschland GmbH, Köln und FRANKONIA-EUROBAU 

Ausführende Grabungsfirma: Firma Archbau GmbH

Betreuung: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland